
Der parlamentarische Untersuchungsausschuss zur Causa des 2023 verstorbenen Justiz-Sektionschefs Christian Pilnacek nimmt nach der Auswertung seines Laptops durch die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) wieder deutlich an Fahrt auf. An diesem Befragungsblock stehen zunächst vier kurze Einvernahmen auf dem Programm, bei denen ein Oberstaatsanwalt der WKStA als erster Auskunftsperson den Auswertungsbericht erläutern soll. Im Zentrum steht die Frage, welche Tätigkeiten Pilnacek nach seiner Suspendierung ausgeübt hat und welche Kontakte er aus seiner früheren Spitzenposition im Justizapparat weiterhin pflegte.
Den sichergestellten Daten zufolge soll Pilnacek auch nach seiner Suspendierung Nebenjobs nachgegangen sein und insbesondere Personen und Politiker aus dem ÖVP-Umfeld beraten haben. Zudem besteht laut den Medienberichten, die sich auf den WKStA-Bericht stützen, der Verdacht, dass justizinterne E-Mails nach außen gelangt sein könnten – konkret an Personen im Umfeld von Beschuldigten. Der Untersuchungsausschuss will nun klären, in welchem Ausmaß Pilnacek seine frühere Funktion und sein Insiderwissen genutzt haben könnte und ob dadurch laufende Strafverfahren berührt wurden.
Die politischen Reaktionen auf die Auswertung fallen scharf aus. FPÖ-Abgeordneter Michael Schilchegger sprach im Vorfeld der Sitzung von einer engen Vernetzung zwischen Pilnacek und der ÖVP-Spitze und verwies darauf, dass der frühere Sektionschef in Strafverfahren gegen Personen aus der ÖVP aufseiten der Verteidiger agiert habe. Auch Grüne, SPÖ und NEOS sehen laut ihren Fraktionsführungen Klärungsbedarf: Grünen-Politikerin Nina Tomaselli bezeichnete Pilnacek als „höchstrangigen Justizbeamten“ und zugleich „Helfer für die ÖVP“ und hob hervor, mit welcher Selbstverständlichkeit die Partei offenbar auf seine Unterstützung zurückgegriffen habe. NEOS-Fraktionsführerin Sophie Wotschke stellte die Frage nach einem möglichen Gegengeschäft, da unentgeltliche Beratungen in diesem Umfeld „eher unüblich“ seien.
SPÖ-Fraktionsführer Jan Krainer stufte den Auswertungsbericht als „sehr, sehr relevant“ ein und sieht darin Hinweise, wie Einfluss auf Strafverfahren genommen worden sein könnte. Er spricht von einem Netzwerk hoher Beamter, zu dem er auch den Leiter der Oberstaatsanwaltschaft Wien, Johann Fuchs, zählt. Parallel dazu denkt die FPÖ nach den jüngsten Enthüllungen laut Medienberichten über eine Verlängerung des U-Ausschusses nach. Nach den ersten Zeugen am Mittwoch sollen am selben Tag noch die Kabinettschefin von Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) sowie zwei niederösterreichische Exekutivbeamte befragt werden. Am Donnerstag folgen der Leiter des Bundeskriminalamts, Andreas Holzer, und Innenminister Karner selbst, dem insbesondere von der Opposition intensive Befragungen angekündigt werden.

Roche versucht nach einer Phase von Forschungsrückschlägen und Belastungen durch auslaufende Patente, das Tempo in der Medikamentenentwicklung deutlich zu erhöhen. Am Pharma-Investorentag unterstrich die Pharmasparte des Basler Konzerns den Anspruch, in Forschung und Entwicklung weiter zur...
Sandro Brotz kehrt dem Schweizer Radio und Fernsehen den Rücken und wechselt Anfang 2027 zur Boulevardzeitung «Blick». Der 56-jährige Journalist, derzeit Moderator und stellvertretender Leiter der Polit-Talksendung «Arena», wird SRF Ende Januar 2027 verlassen. Bis voraussichtlich Mitte Januar...

Mit einem betont unterhaltsamen und zugleich programmatischen Auftritt hat der Kanton Schwyz seine Rolle als Gastkanton an der 83. Olma in St. Gallen übernommen. Bereits die offizielle Eröffnungsfeier im Theater St. Gallen zeigte, wie breit sich der Innerschweizer Kanton präsentieren will –...

Die an der Schweizer Börse SIX kotierte EEII AG hat für das erste Halbjahr 2026 einen Verlust von 547’568 Franken ausgewiesen. Bereits im zweiten Halbjahr 2025 hatte die Gesellschaft einen Fehlbetrag von 332’306 Franken verbucht. Der Nettoinventarwert (NAV) der EEII-Aktien lag per 30. Juni...

Inflationssorgen und steigende Ölpreise haben Europas wichtigste Aktienmärkte zur Wochenmitte spürbar belastet und zugleich die Monatsbilanz eingetrübt. Der EuroStoxx 50 schloss am Mittwoch 0,81 Prozent tiefer bei 6269,02 Punkten. Im Monatsverlauf verlor der Leitindex der Eurozone 2,4 Prozent...